Herford (10.03.2010)
Stadt Herford
Stadt Herford schult 13 Mitarbeiter im Umgang mit Gehörlosen
Menschen mit Behinderungen sollen auf möglichst wenig Schwierigkeiten stoßen, wenn sie sich an die Verwaltung der Stadt Herford wenden. Deshalb führt das Büro für Behinderten- und Seniorenfragen kontinuierlich Fortbildungen zu diesem Thema durch. Wie man mit Gehörlosen und Hörgeschädigten umgeht, erklärte jetzt Ralf Isermann vom Diakonischen Werk 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung.
Wie begrüßt man etwa einen Gehörlosen. Winken, das Licht ein- und ausschalten, vorsichtiges Antippen auf Schulter, Rücken oder Unterarm, auf den Tisch klopfen oder mit dem Fuß aufstampfen können je nach Situation angemessen sein. Beim Sprechen ist es wichtig, den Gehörlosen direkt anzuschauen, da dieser von den Lippen abzulesen versucht. Deshalb sollte auch ein Schattenwurf auf dem Gesicht vermieden werden. Schnelles Sprechen, und verschachtelte Sätze sind ebenfalls tabu, so Ralf Isermann, denn das Ablesen von den Lippen ist anstrengend.
„Es machte keinen Sinn, einen vollständigen Kurs zur Gebärdensprache anzubieten, denn Gebärden, die nicht täglich gebraucht und damit geübt werden, vergisst man schnell“, weiß die Behindertenbeauftragte der Stadt Martina Nickles. Deshalb soll eine solche Fortbildung für Grundprobleme der Gehörlosen sensibilisieren und Grundelemente der Gebärdensprache vermitteln. Die nächste Fortbilddung zum Umgang mit Menschen mit Behinderungen findet im September statt.